Chronik der Ereignisse

Kurze Chronik der Ereignisse

Eine weitere Chronik von der Sendung FAKT: Chronik von Fakt
Herbst 2010: Entlassung der beiden Sexualstraftäter aus 20-jähriger Haft
→ leben in JVA-Freigängerheim, da ihnen niemand Wohnung
vermietet
Frühjahr 2011: Die beiden Ex-Straftäter ziehen nach Vermittlung einer
Wohnung von Freiburg nach Insel
Sommer 2011 Als einer der beiden Männer sich beim Arbeitsamt offenbaren muss, wird die Information über seine Vorstrafen weitergegeben, und macht im Dorf die Runde
August 2011: Einwohnerversammlung „Vergewaltiger in unserem Dorf“,
Information über Vergangenheit der Männer wird durch Ortsbürgermeister
von Bismarck bekannt gemacht
→ Drohungen an Vermieter und Vermittler der Wohnung,
September 2011: Beginn der Proteste vor dem Haus der beiden Männer von bis zu 100 Einwohnern, z.T. mehrmals die Woche
Oktober 2011: Neonazis aus Insel und umliegenden Gemeinden beteiligen sich bei Protesten in Insel, werden zunächst akzeptiert
→ Aufschrei der Zivilgesellschaft (miteinander e.V. schreibt offenen
Brief, Antifa kritisiert Forderung nach Todesstrafe und Beteiligung
von Neonazis)
→ fast alle Stellungsnahmen betonen „Verständnis für die Sorgen
und Ängste der Inselner“ und fordern Dialog und runde Tische
→ Kolb thematisiert „elektronische Fußfesseln, Stahlknecht will neue
Wohnortzuweisung erwirken
→ Ministerpräsident schweigt noch bis zum Angriff auf die beiden
ehemals Sicherungsverwahrten

Es folgen mehrfache Besuche von Politprominenz in Insel z.B.
Gesprächsrunde im November mit Staatssekretären des Innern und der
Justiz
→ dabei kommt es zu Aussprüchen wie „Kastrieren und dann ab“
→ Anfeindung v. Einwohnern mit anderer Meinung, „Halt deine olle Fresse“
- Inselner vernetzen sich mit anderen Initiativen wie z.B. in Hamburg-Jenfeld
→ betonen immer wieder freigelassene ehemals Sicherungsverwahrte
seien kein „Insel-spezifisches“ Problem

Wegzug nach Chemnitz
Ende Mai 2012 hält einer der beiden Inselner Männer den Druck nicht mehr aus und zieht nach Chemnitz
→ Bild-Zeitung macht Wohnort in Chemnitz öffentlich und hetzt gegen „Sexgangster“
→ wahrscheinlich kam Adresse durch Inselner heraus
→ zieht fluchtartig zurück nach Insel

Angriff auf das Haus
Am Freitag darauf versucht ein Mob von 50 Inselnern und wenigen Neonazis das Haus der beiden Männer zu stürmen
- Polizeivorkehrungen werden getroffen, Absperrungen
-Landespolitik und Zivilgesellschaft verurteilen den Übergriff und sind empört
→ Montagskundgebung der Inselner Bürgerinitiative wird abgemeldet
Grund: Man dürfe nicht vor dem Haus demonstrieren, also wolle man garnicht protestieren
→ Neonazis melden für eine Woche später eine Kundgebung an
→ Reaktion auf Nazikundgebung:
Antifa Reform ruft Inselner auf nicht teilzunehmen, Landespolitiker melden Gegenkundgebung an
Während der Landtagskundgebung ist der Großteil der Inselner Demonstranten bei einer parallel laufenden Veranstaltung auf dem Anwesen des Bürgermeisters Alexander von Bismarck, der die Leute dazu aufforderte nicht an der Kundgebung für Menschenrechte teilzunehmen