Pressevideos Insel

Beitrag von FAKT am 26.06.2012:
Beitrag FAKT
Zitate aus dem Beitrag:
Frage: „Solches Verhalten, dass man sagt, ok, wenn es einer von uns ist quasi, der soll nicht
bestraft werden, aber andere, die ihre Strafe schon abgesessen haben, die schon, ist das
nicht zweideutig?“
„Das ist nicht zweideutig. Diese beiden Straftäter wohnten nicht in Sachsen-Anhalt. Die
kommen aus Baden-Württemberg.“
Frage: „Also ist es schon ein Unterschied, ob ein Straftäter aus dem Ort kommt oder ob er
zugereist ist?“
„Aber auf alle Fälle. Dann kennt man die Verhältnisse und dann wäre das auch etwas
anderes. Dann würde das ganz anders aussehen.“

Pressespiegel von Fakt:
Pressespiegel FAKT

Artikel der Altmarkzeitung vom 08.06.2012 (Besuch der Landtagsabgeordneten in Insel):
Artikel 08.06.2012 und Video dazu: Video 08.06.2012

Artikel der Altmarkzeitung vom 03.06.2012 (Versuchte Erstürmung des Hauses der ehemals Sicherungsverwahrten):
Artikel AZ vom 03.06.2012
Artikel

Infoveranstaltungen zu Insel

In Insel im nördlichen Sachsen-Anhalt finden sich seit letztem Sommer regelmäßig Dorfbewohner zusammen, um zwei Männer, die in den 1980er Jahren wegen Vergewaltigung verurteilt wurden, aus dem Ort zu vertreiben. Zu diesem Zweck haben sie auch den Schulterschluss mit Neonazis geprobt. Ihre Forderungen fanden bei der Landesregierung, bei „Bild“ & Co. zumindest zeitweise Gehör. Anfang Juni versuchte ein 50-köpfiger Lynchmob, das Haus der beiden Männer zu stürmen. Er konnte nur durch vehementen Polizeieinsatz davon abgehalten werden. Die Demonstration „Insel fluten!“ richtet sich weniger gegen die Beteiligung von Neonazis am Protest, sondern gegen die ganz gewöhnliche Lynchmeute vor Ort, gegen die Zugeständnisse der Landesregierung an den Dorfmob und die Hetzkampagne von „Bild“ & Co.

Am 8.7.2012 findet vor diesem Hintergrund eine Antifa-Demo in Insel statt.

Informationsveranstaltungen:

Magdeburg:
Kein Dialog mit dem Inseler Mob

Seit etwa einem Jahr finden sich in Insel, einem Dorf im nördlichen Sachsen-Anhalt, regelmäßig die Bewohner zusammen, um zwei in den 1980er Jahren wegen Vergewaltigung verurteilte und 2010 aus der Sicherungsverwahrung entlassene Männer aus dem Ort zu vertreiben.
Der Mob institutionalisierte sich zur obligatorischen Bürgerinitiative, um als Erpresserbande an den nicht existenten Verhandlungstisch zu gelangen und das Wie und vor allem Wann der Vertreibung zu kommunizieren. Die Landespolitik zeigte sich zunächst unbeeindruckt.
Da sich nach einigen Wochen noch kein Erfolg einstellen wollte, suchte man im Oktober 2011 den offenen Schulterschluss zu den Neonazis. Das Kalkül schien aufzugehen. Allerorts wurde Empörung laut. Von der Landesregierung über die Zivilgesellschaft bis zur Antifa wurde sich nun- in Anerkennung der „legitimen Ängste“ und „berechtigten Sorgen“ der Dorfbevölkerung- gegen die „undemokratischen“ Nazis positioniert. Innenminister Stahlknecht startete darauf eine Initiative zum „einvernehmlichen“ Wegzug der beiden Männer, was wiederum kaum Kritik nach sich zog.
So verging kaum eine Woche in der nicht der wütende Mob das Haus der beiden Männer belagerte und seine Verteibungs- und Vernichtungsphantasien lauthals heraus schrie. Die wenigen Dorfbewohner, die dem Mob distanziert gegenüber stehen, werden seitdem verachtet und ausgegrenzt.
Einer der beiden permanent Bedrohten verließ Ende Mai das Dorf, flüchtete aber nach kurzer Zeit aufgrund von Protesten und einer Medienkampagne an seinem neuen Wohnort zurück nach Insel.
Vorläufiger Höhepunkt des Treibens war die versuchte Erstürmung des Hauses der beiden Männer durch eine 50-köpfige, zum Lynchen bereitwillige Meute am 1. Juni 2012.

Der Vortrag möchte zeigen, dass die Geschehnisse in Insel in der Form keinen Einzelfall darstellen und für die nähere Zukunft, nach dem Verbot der nachträglichen Sicherungsverwahrung, der Auftakt für weitere Kampagnen und Vernetzungen gegen ehemalige Sicherungsverwahrte sein könnten. Des weiteren soll dargelegt werden was es mit den „legitimen Ängsten“ auf sich hat, dass es entgegen der Verlautbarungen bei der anhaltenden Täterfixierung des Mobs nicht um Opferschutz gehen kann und warum Dorfgemeinschaft und Neonazis so gut zusammen passen.

Im Anschluss an den Vortrag wird es noch einige Informationen zur am 08. Juli geplanten Demonstration „Insel fluten“ geben.“
Tag: Donnerstag den 5.07.2012
Beginn: 19Uhr
Ort: Cafe Central, Leibnizstraße 34

Leipzig:
Infoveranstaltung „Insel fluten. Gegen den Volksmob, seine Apologeten und Aufstachler“
Beginn der Veranstaltung:
Tag: Donnerstag den 28.6.2012,
Beginn: 19:00 h
Ort: Leipzig, linXXnet, Bornaische Str. 3d

Halle
Infoveranstaltung und Buskartenverkauf „Insel fluten. Gegen den Volksmob, seine Apologeten und Aufstachler“
Tag: Dienstag (Achtung Änderung!) den 03.07.2012
Beginn: 19:00
Ort: Reilstraße 78
Achtung: Auf der Veranstaltung in Halle werden Bustickets für die Fahrt nach Insel verkauft

Berlin
Infoveranstaltung für die Demo

Tag: Mittwoch, 4. Juli
Beginn: 18.30 Uhr
Ort: SBZ Krähenfuß (Unter den Linden 6)
Ostflügel des Hauptgebäudes der Humboldt-Universität zu Berlin
[Gegenüber vom Kinosaal]

Aufruf zur Demonstration „Insel Fluten – Gegen den Volksmob, seine Apologeten und Aufstachler“

Gegen den Volksmob, seine Apologeten und Aufstachler

Demonstration: 08. Juli 2012 | Insel, bei Stendal
Treffpunkt: 14:30 UHR, Dorfplatz, Insel
Beginn: 15:00 UHR
Informationen zu Anreise, Route usw.: novolksmob.blogsport.de
Achtung: Abholung aus Stendal mit dem Shuttle-Bus nach Insel erfolgt um 14:30 am Hauptbahnhof in Stendal.

Aufruf zur Demonstration in Insel am 8. Juli 2012

In Insel im nördlichen Sachsen-Anhalt finden sich seit letztem Sommer regelmäßig Dorfbewohner zusammen, um zwei Männer, die in den 1980er Jahren wegen Vergewaltigung verurteilt wurden, aus dem Ort zu vertreiben. Zu diesem Zweck haben sie auch den Schulterschluss mit Neonazis geprobt. Ihre Forderungen fanden bei der Landesregierung, bei „Bild“ & Co. zumindest zeitweise Gehör. Anfang Juni versuchte ein 50-köpfiger Lynchmob, das Haus der beiden Männer zu stürmen. Er konnte nur durch vehementen Polizeieinsatz davon abgehalten werden. Die Demonstration „Insel fluten!“ richtet sich weniger gegen die Beteiligung von Neonazis am Protest, sondern gegen die ganz gewöhnliche Lynchmeute vor Ort, gegen die Zugeständnisse der Landesregierung an den Dorfmob und die Hetzkampagne von „Bild“ & Co.

FÜR DIE CHANCE AUF RESOZIALISIERUNG! FREIE WOHNORTWAHL FÜR ALLE!

Die 400-Seelen-Gemeinde Insel im nördlichen Sachsen-Anhalt ist ein ganz normales ostdeutsches Dorf. Es herrscht die Tristesse, die in diesem Landstrich überall beobachtet werden kann. Seit dem Sommer 2011 geriet der Ort jedoch immer wieder in die Schlagzeilen. Regionale und überregionale Medien berichteten aus Insel. Der Grund dieser Aufmerksamkeit war, dass die Bewohner des Dorfes deutlich machten, welches bedrohliche Potenzial sich hinter der Idylle aus Vorgärten, Geranien und sanierten Fassaden verbirgt.

DER HINTERGRUND

Im Juli 2011 zogen zwei Männer nach Insel, die vor 25 Jahren in Baden-Württemberg wegen der Vergewaltigung von Frauen verurteilt worden waren. Nach jeweils fünfjähriger Haft waren beide in Sicherheitsverwahrung gekommen, bis diese 2010 vom Europäischen Gerichtshof für rechtswidrig erklärt wurde. Die beiden Männer kamen frei und wurden zunächst von der Polizei überwacht. Sieben Monate später (mehr…)

Kurze Chronik der Ereignisse

Eine weitere Chronik von der Sendung FAKT: Chronik von Fakt
Herbst 2010: Entlassung der beiden Sexualstraftäter aus 20-jähriger Haft
→ leben in JVA-Freigängerheim, da ihnen niemand Wohnung
vermietet
Frühjahr 2011: Die beiden Ex-Straftäter ziehen nach Vermittlung einer
Wohnung von Freiburg nach Insel
Sommer 2011 Als einer der beiden Männer sich beim Arbeitsamt offenbaren muss, wird die Information über seine Vorstrafen weitergegeben, und macht im Dorf die Runde
August 2011: Einwohnerversammlung „Vergewaltiger in unserem Dorf“,
Information über Vergangenheit der Männer wird durch Ortsbürgermeister
von Bismarck bekannt gemacht
→ Drohungen an Vermieter und Vermittler der Wohnung,
September 2011: Beginn der Proteste vor dem Haus der beiden Männer von bis zu 100 Einwohnern, z.T. mehrmals die Woche
Oktober 2011: Neonazis aus Insel und umliegenden Gemeinden beteiligen sich bei Protesten in Insel, werden zunächst akzeptiert
→ Aufschrei der Zivilgesellschaft (miteinander e.V. schreibt offenen
Brief, Antifa kritisiert Forderung nach Todesstrafe und Beteiligung
von Neonazis)
→ fast alle Stellungsnahmen betonen „Verständnis für die Sorgen
und Ängste der Inselner“ und fordern Dialog und runde Tische
→ Kolb thematisiert „elektronische Fußfesseln, Stahlknecht will neue
Wohnortzuweisung erwirken
→ Ministerpräsident schweigt noch bis zum Angriff auf die beiden
ehemals Sicherungsverwahrten

Es folgen mehrfache Besuche von Politprominenz in Insel z.B.
Gesprächsrunde im November mit Staatssekretären des Innern und der
Justiz
→ dabei kommt es zu Aussprüchen wie „Kastrieren und dann ab“
→ Anfeindung v. Einwohnern mit anderer Meinung, „Halt deine olle Fresse“
- Inselner vernetzen sich mit anderen Initiativen wie z.B. in Hamburg-Jenfeld
→ betonen immer wieder freigelassene ehemals Sicherungsverwahrte
seien kein „Insel-spezifisches“ Problem

Wegzug nach Chemnitz
Ende Mai 2012 hält einer der beiden Inselner Männer den Druck nicht mehr aus und zieht nach Chemnitz
→ Bild-Zeitung macht Wohnort in Chemnitz öffentlich und hetzt gegen „Sexgangster“
→ wahrscheinlich kam Adresse durch Inselner heraus
→ zieht fluchtartig zurück nach Insel

Angriff auf das Haus
Am Freitag darauf versucht ein Mob von 50 Inselnern und wenigen Neonazis das Haus der beiden Männer zu stürmen
- Polizeivorkehrungen werden getroffen, Absperrungen
-Landespolitik und Zivilgesellschaft verurteilen den Übergriff und sind empört
→ Montagskundgebung der Inselner Bürgerinitiative wird abgemeldet
Grund: Man dürfe nicht vor dem Haus demonstrieren, also wolle man garnicht protestieren
→ Neonazis melden für eine Woche später eine Kundgebung an
→ Reaktion auf Nazikundgebung:
Antifa Reform ruft Inselner auf nicht teilzunehmen, Landespolitiker melden Gegenkundgebung an
Während der Landtagskundgebung ist der Großteil der Inselner Demonstranten bei einer parallel laufenden Veranstaltung auf dem Anwesen des Bürgermeisters Alexander von Bismarck, der die Leute dazu aufforderte nicht an der Kundgebung für Menschenrechte teilzunehmen

Mobimaterial

Das erste Mobilisierungsmaterial findet ihr hier, könnt ihr natürlich auch prima selbst ausdrucken und verteilen

Aufruf im PDF-Format


(Auf Bild klicken für größere Auflösung)